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NJW 17/2019

  • Text
  • Uebersetzer
  • Muttersprache
  • Juristische
  • Zielsprache
  • Sprache
  • Dolmetscher
Qualität nur in die Muttersprache? In englischsprachigen Ländern ist das Muttersprachenprinzip ein Grundsatz für Professionalität. Auch international tätige Übersetzungsdienstleister werben damit gerne als „Garantie für Qualität“. Doch ist es das wirklich? Und wie sieht es mit juristischen Fachübersetzungen aus?

Anzeigenschwerpunkt

Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und ÜbersetzerF schaft in einem respektierten Berufsverband, wie dem Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ), belegt zumindest, dass die Anforderungen für eine Aufnahme erfüllt wurden5. Empfehlungen von Kollegen oder anderen Übersetzern können ebenfalls hilfreich sein, wie auch der Preis. Zwar ist nicht alles was teuer ist auch gleich gut, aber wer zu Dumpingpreisen übersetzt kann es sich meistens nicht noch leisten vernünftig zu recherchieren, oder ausreichend Sorgfalt walten zu lassen. Weitergabe von Informationen: Es ist im Interesse des Auftraggebers, dem Übersetzer relevante Informationen zukommen zu lassen. Die Herangehensweise und die Terminologie unterscheiden sich je nach Auftrag deutlich. Für welchen Zweck wird die Übersetzung erstellt, wer ist der Empfänger, gibt es eine bestimmte Terminologie, die verwendet werden soll, usw. Weshalb ist das wichtig? Übersetzungszweck: Es gibt große Unterschiede in der Herangehensweise. Ist das Schriftstück in der Ausgangssprache das Original, das lediglich übersetzt werden muss, dann hat der Übersetzer wenig Spielraum; Fehler und Mehrdeutigkeiten im Ausgangstext werden beibehalten, inhaltliche Widersprüche finden sich in der 5 Aufnahmeordnung BDÜ https://bdue.de/der-bdue/statuten/aufnahmeordnung/ Dr. Monica Marchetto • Staatlich geprüfte Übersetzerin für die italienische Sprache • Beeidigte Urkundenübersetzerin (Landgericht München I) • Mitglied im BDÜ LEISTUNGEN Juristische Fachübersetzungen Schwerpunkte: Gesellschaftsrecht, Handelsrecht, Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Immobilienrecht, Strafrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Familienrecht KONTAKTDATEN 0049 1773692636 monica.marchetto@gmx.de https://www.linkedin.com/ in/monica-marchetto/ F RANZÖSISCHER FACHÜBERSETZUNGSDIENST Cornelia Gratz-Landeck Öffentlich bestellte und beeidigte Übersetzerin für Französisch (BDÜ) Zivil- und Strafrecht Erb- und Familienrecht Gewerblicher Rechtsschutz Drachenseestr. 17 81373 München mail@gratz-landeck.de www.gratz-landeck.de POLNISCH Fachübersetzungen Recht und Wirtschaft Agnieszka Gryz-Männig (BDÜ) LL.M. Eur. Integration Öffentlich bestellte und allgemein beeidigte Dolmetscherin und Übersetzerin + 49 351 3744134 kontakt@vialingua.eu www.vialingua.eu Übersetzung wieder. Soll ein Dokument jedoch in der anderen Sprache verwendet werden, wenn das Original also auf der Grundlage des Ausgangstextes erst erstellt werden soll, dann hat der Übersetzer eher die Möglichkeit, in Absprache mit dem Auftraggeber den Text an die Gepflogenheiten der Zielkultur anzupassen und den Auftraggeber auf eventuelle Fehler, Mehrdeutigkeiten oder Widersprüche hinzuweisen. Rückfragen sind meist kein Zeichen von mangelnder Kompetenz des Übersetzers, sondern eher ein Zeichen von Gründlichkeit. Im Endeffekt bietet eine gute Übersetzung den zusätzlichen Bonus, dass der Ausgangstext auch noch einmal korrekturgelesen wird, denn fast niemand liest einen Text so genau wie ein Übersetzer, der jedes Wort übersetzen muss. Eine weitere Option ist es, gemeinsam mit dem Auftraggeber umzuformulieren. Ein Beispiel aus meiner Praxis- ein Vertrag beinhaltete einige nur schwer übersetzbare Begriffe, die im Englischen nicht eindeutig belegt waren. In Absprache mit meinem Auftraggeber wurde dem Vertrag dann eine Liste von definierten Begriffen vorangestellt, was im Englischen üblich ist und wodurch die Begriffe zweifelsfrei bestimmt werden konnten. Empfänger. Es kann durchaus einen Unterschied machen für wen eine Übersetzung gedacht ist. Orientiert man sich z.B. für Englisch an EU Gesetzestexten, oder zieht man US Quellen heran? Verwendet man die britische Rechtschreibung, oder eher die US-amerikanische? Arbeitet man mit Erklärungen, die das System der Empfängerkultur als Beispiel heranziehen? Im besten Fall klingt eine Übersetzung, die an den falschen Empfänger adressiert ist, nur etwas sonderbar. Wenn z.B. statt bundesdeutscher Terminologie die österreichischen Begriffe verwendet werden, mag das einem deutschen Juristen befremdlich vorkommen- ist dort die Rede von Exekution statt Zwangsvollstreckung, kann man das aber im Zweifel noch nachvollziehen und erkennt, dass § 17 der Exekutionsordnung (AT) in etwa § 764 der ZPO (DE) entspricht. Schwieriger wird es in Fällen, wo die Verwendung des falschen Zielbegriffes für Missverständnisse sorgen kann. So setzt das österreichische StGB in Bezug auf Mord in § 75z. B. keine besonderen Mordmerkmale voraus, sondern bestimmt lediglich: „Wer einen anderen tötet, ist mit Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen.6“ – nicht gleichzusetzen mit dem deutschen § 211 Abs. 2 StGB7. Hier ist Potential für Missverständnisse klar erkennbar. Ein guter Übersetzer ist sich der Besonderheiten seiner Zielsprache bewusst, oder kann diese zumindest recherchieren, aber dazu muss klar sein für wen die Übersetzung gedacht ist. Terminologie: Teilweise gibt es bereits festgelegte Begriffe, die in einer Übersetzung verwendet werden sollen. Das ist nützlich, sorgt für 6 StGB (Österreich) § 75 7 StGB (Deutschland) § 211 Abs. 2 Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und Übersetzer

Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und ÜbersetzerF Juristische Übersetzungen – Traductions juridiques Heiko Sabatzki . . . Allgemein beeidigter Dolmetscher und ermächtigter Übersetzer für die französische Sprache bei den Berliner Gerichten und Notaren, Mitglied im BDÜ Staatlich geprüfter Übersetzer Französisch (Berlin) Jurist Maîtrise et licence en droit (Strasbourg), LL.M. (Berlin) Tel.: +49-30-20 16 92 82 Fax: +49-30-20 16 92 81 kontakt@sabatzki.eu www.sabatzki.eu Lehrter Str. 26a,10557 Berlin Karen Rückert MA Legal Translation Öffentlich bestellt und beeidigt Muttersprache Englisch BDÜ | MCIL www.juristische-uebersetzungen-rueckert.de info@juristische-uebersetzugnen-rueckert.de Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz „NIEMAND DARF WEGEN (…) SEINER SPRACHE (…) BENACHTEILIGT ODER BEVORZUGT WERDEN.“ Experten für juristische Übersetzungen oder kompetentes Dolmetschen im Justizwesen gesucht? In der Online-Datenbank des BDÜ werden Sie fündig: Über 4 000 Rechtsübersetzer sowie knapp 2 000 Justizdolmetscher für über 70 Sprachen stehen für Sie bereit. bessere Konsistenz und kann dem Übersetzer im Zweifel seine Arbeit erleichtern. Allerdings funktioniert das nur, wenn dem Übersetzer diese Terminologie auch zur Verfügung gestellt wird. … und was ist mit Vertraulichkeit? Eine Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen. Einige Kunden bestehen auf eine spezifische Geheimhaltungsvereinbarung bevor ein Auftrag erteilt wird, allerdings sind zumindest die Mitglieder von Berufsverbänden zur Geheimhaltung von Kundeninformationen verpflichtet. So legt der BDÜ z.B. in § 2.6 seiner Berufs- und Ehrenordnung die vertrauliche Behandlung von Kundenunterlagen fest8. Auch andere Berufsverbände, wie z.b. das britische Chartered Institute of Linguists (CIOL) oder die American Translators Association (ATA) bestimmen ganz klar, dass die vertrauliche Behandlung von Kundendaten ein unumstößlicher Teil der Berufsethik ist. Vertraut man einem Übersetzer nicht ausreichend, um diesem auch vertrauliche Unterlagen zukommen zu lassen, die für die Übersetzung hilfreich wären, sollte man vielleicht überlegen den Übersetzer zu wechseln. In Zusammenhang mit Vertraulichkeit müssen Dolmetscher auch noch einmal separat Erwähnung finden- der Dolmetscher überträgt das gesprochene Wort, hat also nicht den Luxus, seine Übersetzung erst noch zu überarbeiten bevor er sie abgibt. Das bedeutet aber nicht, dass er sich nicht vorbereiten müsste. Allzu häufig, jedoch, werden keine Unterlagen im Voraus geschickt, denn diese könnten vertraulich sein. Spätestens wenn der Dolmetscher dolmetschen soll, hört er diese ver- 8 BDÜ Berufs- und Ehrenordnung https://bdue.de/der-bdue/statuten/berufs-und-ehrenordnung/ Deutsch Polnisch Fachübersetzungen Recht, Klageschriften, Verträge u.a. Artur Balon allgemein beeidigter Dolmetscher für die polnische Sprache, Konferenzdolmetscher, BDÜ, Jurist, Rechtskundiger auf dem Gebiet des polnischen Rechts arturbalon@web.de www.artur-balon.eu Tannhäuserstr. 7 10318 Berlin T +49 30 43 92 46 11 0163 4525633 traulichen Informationen. Allerdings ist auch ein Dolmetscher kein wandelndes Wörterbuch und Alleswisser, so dass, gerade bei komplexeren Sachverhalten, eine Vorbereitung für alle Beteiligten von Nutzen ist. Zeit: Der letzte Punkt, den man in Betracht ziehen sollte, ist die Zeit, die der Übersetzer benötigt, um eine Übersetzung sachgerecht bearbeiten zu können. Sicherlich gibt es Ausnahmen, grundsätzlich sollte man jedoch genug Zeit einräumen, dass der Übersetzer nicht nur vernünftig recherchieren, sondern auch noch ein Lektorat durchführen kann. Wenn man z.b. an einem längeren Text arbeitet, könnten Teile bereits an den Übersetzer geschickt werden- es geht deutlich schneller eventuelle Änderungen in die sonst schon fertige Übersetzung einzubauen, als in kürzester Zeit einen kompletten, sehr umfangreichen Text übersetzen zu müssen. Hinweis zum Autor: Richard Delaney ist komplett zweisprachig aufgewachsen, hat in England die Ausbildung zum Barrister durchlaufen und ist seit 2003 als juristischer Fachübersetzer für Deutsch und Englisch tätig. Nach 5 Jahren als Lehrbeauftragter an der City University, wo er einen MA in Legal Translation unterrichtete, lebt und arbeitet er jetzt seit 2013 in Berlin. Er ist DGuSV geprüfter Sachverständiger und Gutachter, Fellow des Chartered Institute of Linguists, und Mitglied im Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer. Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und Übersetzer