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NJW 17/2019

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  • Uebersetzer
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  • Sprache
  • Dolmetscher
Qualität nur in die Muttersprache? In englischsprachigen Ländern ist das Muttersprachenprinzip ein Grundsatz für Professionalität. Auch international tätige Übersetzungsdienstleister werben damit gerne als „Garantie für Qualität“. Doch ist es das wirklich? Und wie sieht es mit juristischen Fachübersetzungen aus?

Anzeigenschwerpunkt

Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und ÜbersetzerF gerade von Seiten der Polizei die Zusammenarbeit mit Dolmetschern häufig von Vergütungsvereinbarungen nach § 14 JVEG geregelt wird, die u.a. für im Auftrag der Staatsanwaltschaft geführte Verfahren abgeschlossen werden können. Die auf Grundlage abgeschlossener Vergütungsvereinbarungen erstellten Anbieterlisten, nach denen bevorzugt oder ausschließlich die billigsten Anbieter zu beauftragen sind, enthalten nach Kenntnis d. Verf. häufig noch nicht einmal Kriterien zur fachlichen und persönlichen Eignung (allgemeine Beeidigung) des Dolmetschers. Da in diesen Fällen das alleinige Kriterium der Hinzuziehung der Preis zu sein scheint, führen die über § 14 JVEG ermöglichten Niedrigpreisvergütungen dazu, dass sich ein Großteil der qualifizierten Dolmetscher aus dem Segment zurückzieht und der Polizei – auch in Anbetracht der oft ungewöhnlichen und nicht planbaren Einsatzzeiten, der psychischen Belastung und dem empfundenen Mangel an Wertschätzung – nicht mehr zur Verfügung steht. Am Ende stehen der Polizei letztendlich nur noch solche Dolmetscher zur Verfügung, die zwar billig, aber nicht mehr qualifiziert sind. Wenn eine fehlerhafte Verdolmetschung durch unqualifizierte Dolmetscher bei der Polizei sich dann negativ – und teilweise mit hohen Kosten – auf ein späteres Gerichtsverfahren auswirkt, kann von Wirtschaftlichkeit keine Rede mehr sein. Spätestens hier sollte für alle erkennbar sein, was die viel zitierte schwäbische Hausfrau längst weiß: Billig und wirtschaftlich sind zwei grundverschiedene Dinge. Hier wird die Vergütungsvereinbarung nach § 14 zum Sand im Justizgetriebe, denn sie kann dazu führen, dass, weil die im Ermittlungsverfahren erbrachten Dolmetschleistungen hinterfragt werden, sich Gerichtsverfahren erheblich verlängern, mit unnötigen Kosten einhergehen und zu unbefriedigenden Ergebnissen führen können. Von Angesicht zu Angesicht zur Fehlervermeidung Ähnlich viel Sand kann ins Getriebe gelangen, wenn die in einigen Bundesländern bereits geplante und vorbereitete Remote- oder Videoverdolmetschung von polizeilichen Vernehmungen nicht mit großer Umsicht und zuverlässig eingezogenen Prozessen zur Authentizitätssicherung angewandt wird. Remote- oder Videodolmetschen bedeutet im weitesten Sinn die Bereitstellung von Dolmetschleistungen unter Technikeinsatz, bei der sich der Dolmetscher an einem anderen Ort als mindestens eine zu dolmetschende Person befindet. Aufgrund der gegenwärtig hauptsächlich vorhandenen technischen Möglichkeiten erfolgt die Verdolmetschung in der Regel konsekutiv in beide Sprachrichtungen. Dolmetschen über eine Videoverbindung in Echtzeit stellt dabei besondere Anforderungen an alle Beteiligten. In seinem Positionspapier „Zum Telefon- und Videodolmetschen im Gemeinwesen und im Gesundheitswesen“, das äquivalent auch für das Videodolmetschen bei der Polizei gelten kann, schreibt der BDÜ: „Prinzipiell lässt sich sagen, dass […] immer ein Dolmetscher vor Ort vorzuziehen ist […] Körpersprache, Stimme und Blickverhalten vermitteln beispielsweise Inhalte und Signale, die für die Ermöglichung der situationsspezifischen Kommunikation von entscheidender Bedeutung sind; diese können dazu beitragen, Nähe bzw. Distanz (un-)bewusst auf- oder abzubauen. Beim Video-/Telefondolmetschen werden diese Signale durch das Fehlen der visuellen Informationen am Telefon oder den Bildausschnitt bei der Übertragung per Video teilweise oder ganz eingeschränkt. Dadurch kann der Zugang der Gesprächsbeteiligten zueinander unter Umständen nicht vollständig gewährleistet werden.“2 Auch wenn Videodolmetschen in kurzen Gesprächssituationen oder dann, wenn ein geeigneter Dolmetscher vor Ort nicht zur Verfügung steht, durchaus sinnvoll sein kann, ist ein Präsenzdolmetscher aus o.g. Gründen immer vorzuziehen. Gerade in Bezug auf polizeiliche Vernehmungen ergibt sich z.B. in Hinblick auf in der Vernehmung zu verlesende Schriftstücke, die dem Dolmetscher zur Verfügung gestellt werden müssen, damit er sie übersetzen kann, eine besondere Schwierigkeit: Am Ende der Vernehmung ist der vernommenen Person das Vernehmungsprotokoll zurückzuübersetzen und von dieser und dem Dolmetscher zu unterzeichnen. Mitunter werden im Vernehmungsprotoll auch Änderungen vorgenommen und entsprechend abgezeichnet. Dazu muss dem Dolmetscher das zu unterzeichnende Schriftstück vorliegen und es muss sichergestellt sein, dass tatsächlich dieses Schriftstück zurückübersetzt wurde und nicht etwa irgendeine andere Version. In diesem Sinne reicht es für die ordnungsgemäße und deutscher Rechtsstaatlichkeit entsprechende Genehmigung der protokollierten Aussage durch den Zeugen oder Beschuldigten auch nicht aus, wenn der Vernehmungsbeamte das Protokoll verliest (und dies dann gedolmetscht wird), da hier nicht sichergestellt ist, dass das Verlesene dem schriftlich (und abschließend genehmigten und unterzeichneten) Niedergelegten auch tatsächlich entspricht. Die in einer späteren Hauptverhandlung häufig geäußerte Verteidigung, dass man das im Vernehmungsprotokoll Festgehaltene nie gesagt hätte, dürfte im obigen Fall kaum zu widerlegen sein. Kosten der Justiz sind Kosten der Allgemeinheit. Sie gehen uns alle an. Gescheiterte Verfahren auf der einen oder Justizirrtümer auf der anderen Seite erschüttern das Ansehen der Justiz, das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit und die Glaubwürdigkeit des Rechtsstaats. Mit der Wahl eines qualifizierten Dolmetschers und ordnungsgemäßem Dolmetschen bereits im Ermittlungsverfahren vermindert sich zumindest eine der möglichen Ursachen für das Scheitern eines Verfahrens oder für einen etwaigen späteren Justizirrtum. 2 BDÜ e.V., Positionspapier zum Telefon- und Videodolmetschen im Gemeinwesen und im Gesundheitswesen. https://bdue.de/fileadmin/files/PDF/Positionspapiere/BDUe_PP_Telefon-_und_Videodolmetschen_im_Gemein-_und_Gesundheitswesen_2018.pdf Letzter Zugriff: 15.03.​2019 08:19 Hinweis zur Autorin: Dr. Thurid Chapman ist staatlich geprüfte und öffentlich bestellte Dolmetscherin und Übersetzerin für die englische Sprache, Lehrbeauftragte an der Hochschule Anhalt sowie Vizepräsidentin des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ). Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und Übersetzer

Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und ÜbersetzerF Recht gut übersetzt? Übersetzerzähmen leicht gemacht „To succeed in the profession of law, you must seek to cultivate command of language. Words are the lawyer’s tools of trade.“1 (Lord Denning, 1979) Lord Denning, einer der wohl einflussreichsten englischen Richter des letzten Jahrhunderts, brachte in seinem Buch „The Discipline of Law“ auf den Punkt, dass Sprache für Juristen ein unverzichtbares Werkzeug ist. Der beste juristische Sachverstand nützt wenig, wenn dieser nicht in Worte gefasst werden kann, wenn Argumente nicht so vorgetragen werden können, dass (zumindest) der Richter versteht, was der Anwalt möchte. Zwar haben Juristen den Ruf sich oft geradezu unverständlich auszudrücken, aber zumindest im Kreise der Juristenschaft wird die Fachsprache geschätzt, um bestimmte Sachverhalte zweifelsfrei mit den spezifisch dafür geschaffenen Fachbegriffen beschreiben zu können. Beabsichtigt mehrdeutige Formulierungen kommen zwar durchaus auch vor, allerdings liegt das dann nicht an der verwendeten Fachsprache. Schwieriger wird es, wenn auf einmal verschiedene Sprachen und die damit einhergehenden Gepflogenheiten bzw. Fachterminologien ins Spiel kommen. „Lasst uns … ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht“2 Verschiedene Rechtssysteme haben jeweils ihre Eigenheiten, so dass man bereits innerhalb einer Sprache Sorgfalt walten lassen muss, was die Begrifflichkeiten angeht; so unterscheidet sich die österreichische Rechtssprache von der in Deutschland verwendeten, auch wenn es jeweils „Deutsch“ ist, in den Vereinigten Staaten werden andere Begriffe verwendet als in England, in England andere als in Schottland, von Irland, Indien, Australien und weiteren englischsprachigen Gerichtsbarkeiten ganz zu schweigen. Eine schlechte Übersetzung kann die gesamte zuvor geleistete Arbeit zerstören. In England war das zu beobachten, als das Justizministerium die Dolmetschleistungen für Gerichte an einen einzigen Anbieter vergab. Viele kompetente Kollegen weigerten sich zu den immer schlechteren Bedingungen zu arbeiten. In den 5 Jahren ab Erteilung des Monopols waren mehr als 2600 Prozesse davon betroffen3. Einige Prozesse wurden vertagt, in anderen führten fehlerhafte Übersetzungen tatsächlich zu Justizirrtümern. Ein extremes Beispiel ist der Fall der Iqbal Begum, die des Totschlags an ihrem Mann für schuldig befunden wurde, wobei sich im Nachhinein herausstellte, dass der Dolmetscher die Unterschiede zwischen Tot­ 1 A. Denning (1979), The Discipline of Law, London: Buttwerworths 2 Die Bibel, Genesis 11:7, Schlachter 2000 3 Thousands of court cases adjourned due to failures in interpreting services https://www.theguardian.com/law/2016/may/04/thousands-of-court-cases-adjourned-due-to-failuresin-interpreting-services Juristische Fachübersetzungen allgemein ermächtigte Übersetzerin für die französische Sprache BDÜ DFJ SFT VdÜ Deutsch > Französisch Französisch > Deutsch Pilgerweg 76 Tel.: +49 211 29 14 94 40 40625 Düsseldorf Fax: +49 211 29 14 94 41 www.alvermann-uebersetzungen.de Mobil: +49 171 38 36 128 www.franzoesischuebersetzungen.de email@alvermann-uebersetzungen.de schlag und fahrlässiger Tötung nicht verstanden und dementsprechend auch nicht richtig übersetzt hatte4. Die Auswirkungen waren verheerend. Wie kann man also eine Zusammenarbeit mit Übersetzern und Dolmetschern so gestalten, dass dies möglichst produktiv ist und ein sorgsam erstellter Schriftsatz oder Vertrag auch tatsächlich das widergibt, was sich der Ersteller dabei gedacht hat? Im Folgenden ist zur besseren Lesbarkeit lediglich von Übersetzern die Rede, die meisten Überlegungen treffen auf Dolmetscher jedoch genauso zu. Kompetenz und Spezialisierung: Nicht alle Übersetzer sind gleich. Genau wie Anwälte spezialisieren sich auch Übersetzer. Wie findet man also einen guten Übersetzer? Wie bei so vielen Berufen gibt es keine einfache Antwort auf diese Frage. Im Gegensatz zum Anwalt ist Übersetzer keine geschützte Berufsbezeichnung. Ein erster Schritt wäre die Frage der Qualifikationen des Übersetzers. Gerade im juristischen Bereich gibt es viele Kollegen die als Quereinsteiger zum Übersetzen gekommen sind und auch juristische Qualifikationen vorweisen können. Eine Mitglied­ 4 R.v. Iqbal. Begum; Court of Appeal: 22 April 1985 {199. 1} 93 Cr. App. R. 96. Eickhoff & Abadi — Übersetzergemeinschaft — Ihre Spezialisten für beglaubigte Übersetzungen staatlich geprüft und beeidigt Persisch (Farsi/Dari) ‣ Deutsch ‣ Italienisch Standort Freiburg www.sprachen-eickhoff.de 0761 / 4589 7462 info@sprachen-eickhoff.de Andrea Alvermann staatlich anerkannte Übersetzerin Licenciée ès Lettres Standort Köln www.eskandar.de 0221 / 9713 8043 info@eskandar.de Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und Übersetzer