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NJW 17/2019

  • Text
  • Uebersetzer
  • Muttersprache
  • Juristische
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  • Sprache
  • Dolmetscher
Qualität nur in die Muttersprache? In englischsprachigen Ländern ist das Muttersprachenprinzip ein Grundsatz für Professionalität. Auch international tätige Übersetzungsdienstleister werben damit gerne als „Garantie für Qualität“. Doch ist es das wirklich? Und wie sieht es mit juristischen Fachübersetzungen aus?

Anzeigenschwerpunkt

Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und ÜbersetzerF Zielsprache. Keiner der sprachlichen und stilistischen Fehler, weder die der Muttersprachler, noch die der Nicht-Muttersprachler, waren jedoch gravierend genug, um die Übersetzung als inadäquat einzustufen. Die Quelltextaussage wurde trotzdem präzise übermittelt. Stilistische Fehler und Fehler bei sprachlichen Feinheiten kamen bei Übersetzungen der Nicht-Muttersprachler häufiger vor, während die Fehler der Muttersprachler eher in Richtung Kauderwelsch gingen; beispielsweise wenn der Übersetzer die Beeinflussung des Quelltextes in der Übersetzung zuließ. Bei Übersetzern, die im Ausland leben und arbeiten, ist es darüber hinaus auch möglich, dass die Umgebungssprache ihre Muttersprache beeinflusst. Diese Erkenntnisse legen nahe, die Annahme zu überdenken, das Muttersprachlerprinzip sei ein Garant für einen sprachlich und stilistisch einwandfreien Zieltext, geschweige denn für eine fachlich korrekte Übersetzung. Fünf der sechs Übersetzungen, die für adäquat befunden wurden, wurden von Übersetzern erstellt, die in irgendeiner Form eine juristische Ausbildung genossen hatten. Dies wiederum deutet darauf hin, dass Fachwissen in der Tat der Schlüssel zu einer adäquaten juristischen Übersetzung sein könnte. Fazit Ich möchte nicht behaupten, dass man bei der Beauftragung von Übersetzungen die Muttersprache ganz außer Acht lassen sollte. Es wird sicherlich viele Fälle geben, in denen ausschließlich eine Übersetzung von einem Muttersprachler der Zielsprache die ge- stellten Ansprüche erfüllen wird. Um jedoch einer Übersetzung dieser Art gerecht zu werden, muss der Muttersprachler auch unbedingt über das erforderliche Fachwissen verfügen. Als Auftraggeber sollte man deshalb darauf bestehen, dass der Dienstleister über eine Fachausbildung verfügt oder, im Falle von Übersetzungsagenturen, dass diese Agenturen mit Übersetzern zusammenarbeiten, die sich das nötige Fachwissen angeeignet haben. In hochspezialisierten Bereichen muss man sich möglicherweise auf Kompromisse einlassen: Eine Übersetzung, die die Quelltextaussage mit ein paar stilistischen und sprachlichen Fehlern (die von einem Korrektor verbessert werden können) präzise übermittelt zum Beispiel, ist zwingend einer Übersetzung vorzuziehen, die sprachlich und grammatikalisch einwandfrei ist, jedoch die Quelltextaussage verzerrt oder gar fehlinterpretiert. Diese Fehler sind im finalen Zieltext nicht mehr erkennbar, wenn der Leser nicht auf den Quelltext zurückgreifen kann. Werden geschäftliche und juristische Entscheidungen basierend auf einer solchen irreführenden Übersetzung getroffen, kann großer Schaden entstehen. Seien Sie also vorsichtig und fragen Sie ruhig nach den fachlichen und nicht nur nach den sprachlichen Qualifikationen der potentiellen Dienstleister. Die Ergebnisse Ihrer anspruchsvollen Arbeit sollten Sie auf jeden Fall nur Profis anvertrauen, die nicht nur ihre Muttersprache beherrschen, sondern auch Ihre Fachsprache. Dieser Artikel baut auf einem für die Fachzeitschrift für Übersetzen und Dolmetschen MDÜ verfassten Beitrag auf. Ihre Expertin für TSCHECHISCH | POLNISCH Iva Wolter Diplom-Übersetzerin & beeidigte Dolmetscherin Tel.: 030 - 64 83 55 90 (Rechts-)Übersetzungen kontakt@dolmetschbar.de Beglaubigungen www.dolmetschbar.de (Gerichts-)Dolmetschen Hinweis zur Autorin: Karen Rückert ist Fachübersetzerin DE > EN, öffentlich bestellte und beeidigte Urkundenübersetzerin der englischen Sprache für Baden-Württemberg und hauptsächlich auf Übersetzungen in den Bereichen IP sowie Konfliktlösung spezialisiert. Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und Übersetzer

Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und ÜbersetzerF Sand im Getriebe Faire Verfahren und die Situation des Dolmetschers bei polizeilichen Vernehmungen Dolmetscher spielen bereits in Ermittlungsverfahren, in die fremdsprachige Personen ohne ausreichende Deutschkenntnisse involviert sind, eine wichtige Rolle. Zum gegenseitigen Verständnis und zur Aufnahme und Protokollierung der Aussagen müssen in diesen Fällen sowohl die Vernehmungen fremdsprachiger Zeugen und Beschuldigter mit oder ohne anwaltliche Vertretung gedolmetscht werden, aber auch bei Verfahren mit Auslandsbezug weitere Beteiligte wie Vernehmungsbeamte, Staatsanwälte, Ermittlungsrichter usw. Fehler oder Nachlässigkeiten bei der Verdolmetschung können schon während des Ermittlungsverfahrens, als auch und besonders in der sich eventuell später ergebenden Hauptverhandlung gravierende Folgen haben. Diese können in Abhängigkeit von den Umständen von der Einstellung des Verfahrens oder einem Freispruch bis hin zu teuren Überprüfungen der vorherigen Dolmetschleistungen durch das verhandelnde Gericht reichen. Nun sind weder eine Einstellung des Verfahrens noch ein Freispruch per se etwas Schlechtes. Ganz im Gegenteil sind gerade sie Ausdruck unserer Rechtsstaatlichkeit und eines fairen Verfahrens. Im Gegensatz zu den Erfahrungen der deutschen Geschichte und den Verhältnissen in heutzutage weniger rechtsstaatlichen Nationalstaaten sind gerade sie Zeichen dafür, dass Urteile nicht bereits geschrieben sind, bevor der Prozess überhaupt begonnen hat, oder dass Grundsätze der Beweiserhebung missachtet oder zur Seite geschoben werden. Dennoch wären, wenn sich Dolmetschfehler mit Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens erst in der Hauptverhandlung offenbaren, den einzelnen Beteiligten wie auch der Justiz selbst unnötige Belastungen und Kosten erspart geblieben – vom Zeitaufwand ganz zu schweigen – wenn diese Fehler durch Einsatz qualifizierter Dolmetscher schon im Ermittlungsverfahren vermieden worden wären. Andersherum gedacht wäre die Situation ähnlich problematisch: Wenn, vielleicht wegen eines entscheidenden Dolmetschfehlers oder fehlender Verlässlichkeit oder Rechtssicherheit der Verdolmetschung, die Beweiserbringung scheitert oder erschwert wird, und aus diesen Gründen ein etwaiger Straftäter nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, wäre der Ausgang eines solchen Verfahrens gleichfalls höchst unbefriedigend. Beeidigung als Qualitätssicherung Angesichts dieser Gründe wird bereits deutlich, dass auch der für die Polizei im Ermittlungsverfahren tätige Dolmetscher eine große Verantwortung trägt, der er qualitativ und berufsethisch entsprechen muss. Dies erfordert bestimmte Qualifikationen und Fähigkeiten, über die der Dolmetscher verfügen sollte. Da der Beruf des Dolmetschers an sich nicht geschützt ist und von jedermann ausgeübt werden kann, ist das Vorliegen einer allgemeinen Beeidigung des Dolmetschers als unverzichtbares Kriterium und Mittel der Qualitätssicherung anzusehen. Der allgemeinen Beeidigung nach landesrechtlichen Vorschriften „geht aber notwendig die Prüfung des Vorliegens der an einen Dolmetscher zu stellenden persönlichen und fachlichen Anforderungen voraus. Der Entgegennahme des Eides liegt daher stets die – zwar nicht ausdrückliche, wohl aber sinngemäße – Feststellung zugrunde, dass diese Anforderungen in der Person des Beeidigten erfüllt sind. Auch die der Beeidigung nachfolgende Aufnahme der beeidigten Person in das Verzeichnis der allgemein beeidigten Dolmetscher bringt nicht nur die Tatsache der Beeidigung, sondern zugleich auch – wenn nicht sogar in erster Linie – die behördliche Feststellung zum Ausdruck, dass diese Person in der Lage ist, die ihr zugedachten Aufgaben zuverlässig und sachgerecht wahrzunehmen und infolgedessen den Gerichten und Notariaten hierfür allgemein zur Verfügung steht. Mit der Beeidigung wird also nicht wesentlich anders als mit der öffentlichen Bestellung von Sachverständigen nach § 36 Abs. 1 Satz 1 GewO (dazu Urteile vom 6. November 1959 – BVerwG 1 C 204.58 – Buchholz 451.20 § 36 GewO Nr. 2 S. 8 und vom 26. Juni 1990 – BVerwG 1 C 10.88 - Buchholz 451.20 § 36 GewO Nr. 9 S. 2) der beeidigten Person eine besondere Qualifikation zuerkannt. Ähnlich wie die öffentliche Bestellung enthält die allgemeine Beeidigung von Dolmetschern die Feststellung der persönlichen Zuverlässigkeit und fachlichen Eignung und damit die Anerkennung einer besonderen Befähigung. Mit der Vornahme der allgemeinen Beeidigung wird verbindlich zum Ausdruck gebracht, dass die hierfür erforderlichen Voraussetzungen vorliegen.“1 Es liegt auf der Hand, dass die festgestellte persönliche Zuverlässigkeit und fachliche Eignung des Dolmetschers gerade in Ermittlungsverfahren mit fremdsprachigen Beteiligten von entscheidender Bedeutung sind, wenn denn die Ermittlungsergebnisse und gewonnenen Erkenntnisse einer gerichtlichen Prüfung standhalten sollen. Umso mehr kann es nur verwundern, wenn in der Praxis 1 Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16.01.​2007. https://www.bverwg.de/160107U6C15.06.0 letzter Zugriff: 11.03.​2019 09:04. Englisch | Deutsch Recht | Wirtschaft Schwerpunkte: gewerblicher Rechtsschutz, Verträge, Datenschutz und Compliance Dr. Thormann Wirtschaftsenglisch Vertrags-Übersetzungen Dt. > Engl. und Engl. > Dt. Mitglied im BDÜ, ATA, CIoL www.wirtschaftsenglisch.eu Katrin Mai Diplom-Übersetzerin translations@katrin-mai.de www.katrin-mai.de www.business-german.biz Anzeigenschwerpunkt Dolmetscher und Übersetzer